Zu keiner anderen Zeit im Jahr merkt man als Expat mehr, dass man nicht zu Hause lebt, als in den Wochen vor Weihnachten. Damit meine ich nicht den Rummel um Einkäufe und Geschenke, sondern den harzigen Duft von frischen Tannenzweigen in der Wohnung und einen gemütlichen Abend mit Freunden. Und natürlich Plätzchen. Ich glaube in keiner anderen Kultur schenkt man den kleinen Leckereien so viel Aufmerksamkeit wie in Deutschland. Die wenigstens kann man überall auf der Welt backen und sich damit auch ein kleines Stück Vertrautheit schaffen. Deshalb werde ich in den nächsten Wochen Plätzchen-Rezepte posten, mit denen ich aufgewachsen bin und die bereits meine beiden Großmütter gebacken haben.
Los geht es mit einem ganz einfachen Klassiker, den Kokosmakronen. Unser Familienrezept ist etwas anders als der Standard, denn wir verwenden nicht nur das Eiweiß, sondern das ganze Ei und auch etwas Butter, dafür kein Mehl. Die Makronen bleiben dadurch weicher und da der Teig nicht läuft, kann man sie auch ohne Oblaten backen.
Den Ofen auf 145°C Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Zitrone waschen und die Hälfte der Schale abreiben.
Zitrone auseinander schneiden und Saft aus einer Hälfte pressen. Weiche Butter und Zucker schaumig rühren.
Eier hinzufügen. Dann Kokosraspel, Zitronenabrieb und Zitronensaft dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Der Teig soll so geschmeidig sein, dass er beim Formen nicht auseinander bröckelt. Mit Hilfe zweier Teelöffel kleine Portionen von der Masse abstechen, zu Makronen formen und auf das Backblech setzen.
Bei 145°C zirka 25 Minuten backen, bis die Makronen goldbraun sind.
Vom Blech nehmen und auf einem Backgitter abkühlen lassen. In einer Blechdose aufbewahren oder nett verpacken und verschenken.

















