Aus dem Archiv: Nürnberger Lebkuchen

©eintopfheimat2010

Seelenwärmer für den Expat Advent – unter diesem Titel habe ich den nachfolgenden Beitrag vor zwei Jahren gepostet. Und weil das feine Gebäck prima in die Reihe der Plätzchenrezepte passt- hier noch mal der Beitrag.

Lebkuchen backen im Ausland ist nicht ganz einfach. Glücklicherweise hatte ich dieses Jahr schon vorgeplant und bei meinem letzten Einkaufsbummel in Deutschland die nötigen Zutaten mitgenommen, sodass der Weihnachtsbäckerei nichts mehr im Wege stand. Aus den vielen Lebkuchenrezepten, die im Internet zu finden sind, entschied ich mich für die Nürnberger Variante aus Wikibooks, denn als Fränkin in der Diaspora finde ich natürlich, dass die Nürnberger Lebkuchen die besten sind. Übrigens:  im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg soll auch das erste Lebkuchenrezept archiviert sein.

 

eintopfheimat©2012

Wenn Sie das Rezept gern nachbacken möchten, aber zum Beispiel in Palermo sitzen und keine Pottasche und keine Oblaten bekommen, dann müssen Sie nicht verzweifeln. Hier sind einige links zu Online-Shops, die die nötigen Zutaten auch ins Ausland verschicken. Um keine böse Überraschung zu erleben, informieren Sie sich vorher bitte über die anfallenden Portokosten.

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Hier die links:

Pottasche und andere Gewürze

Oblaten

Orangeat und Zitronat

 

Jetzt aber auf ans Backen:

Honig und Zucker unter Rühren soweit erhitzen, dass sich der Zucker auflöst. Am besten eignet sich weißer feiner Kristallzucker. Topf vom Herd nehmen und die Masse abkühlen lassen.

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Orangeat und Zitronat fein hacken. Mehl in eine Schüssel sieben, Nüsse, Gewürze, Orangeat und Zitronat hinzugeben und alles gut vermischen. Die Pottasche in etwas Wasser auflösen und  mit der Honig-Zucker-Lösung zu der Mehl-Nuss-Gewürzmischung geben. Solange kneten, bis alle Zutaten gut vermischt sind und ein formbarer Teig entsteht.

eintopfheimat©2012

Wenn der Teig zu strak klebt noch etwas Mehl hinzu fügen. Den Teig in 12-14 gleich große Stücke teilen und diese zwischen den bemehlten Handflächen zu Kugeln formen. Kugeln flach drücken und auf eine Oblate setzen. Mit der Hand zu runden Lebkuchen ausformen.

Die Lebkuchen auf ein Backblech setzen und abgedeckt an einem zimmerwarmen Ort 24 Stunden stehen lassen.

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Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Lebkuchen ca. 20 Minuten backen lassen. Die Lebkuchen sollen goldbraun sein, der Teig darf bei der Backprobe nicht mehr kleben bleiben.

Schokoladenkuvertüre nach Anweisung im Wasserbad erhitzen und auf die abgekühlten Lebkuchen streichen. Mit geschälten Mandelhälften verzieren. Ich habe die Hälfte der Lebkuchen mit Schokolade überzogen, die andere Hälfte ohne Guss gelassen

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