4:0 mit Kapstadt Curry

Das war ja wohl ein WM-Auftakt für uns wie er besser nicht sein konnte. Poldi, Klose & Co haben es ganz schön krachen lassen. Und wir haben sie dabei in unserer Wahlheimat, den Niederlanden, so gut es ging, unterstützt. Dank des holländischen Kabelfernsehens flimmerte die ZDF Übertragung mit Olli Kahn und KMH über den Bildschirm – wie zu Hause in Deutschland. Dazu hatte Peter, unser Gastgeber, deutsches Bier und südafrikanischen Sekt bereit gestellt und ich steuerte ein originales Kapstadt Curry bei, das in der Halbzeit im Handumdrehen weggeputzt war.

Kapstadt Curry – Südafrikanischer Klassiker

Curry, eine asiatische Spezialität,  und Südafrika – das scheint zunächst nicht recht zusammenpassen zu wollen. Doch das Land am Kap hat ein umfangreiches kulinarisches Repertoire, in dem sich die Vielfalt seiner ethnischen Gruppen widerspiegelt. Neben einheimischen Speisen wie Maisbrei, Fleischgerichten von  Strauss, Antilope oder Krokodil, Burenküche und englischen Traditionen gibt es auch einen starken asiatisch-malaiischen Einschlag.  Da Krokodil- oder Antilopenfleisch aus naheliegenden Gründen in den Niederlanden nicht ohne weiteres zubekommen sind (und ich so was auch nicht gekauft hätte – think local!), griff ich auf das kapmalayische Hühner-Curry zurück. In Kapstadt selbst leben über 2 Millionen „colored people“, deren Wurzeln auf Sklaven aus Indonesien, Madagaskar und Malaysia zurückgehen, durch die die Niederländische Ostindien-Kompanie im 17. Jahrhundert ihren „Bedarf“ an Arbeitskräften deckte. Da es kaum Frauen in der Kolonie gab, wurde die Sklavinnen sexuell missbraucht – die Nachfahren dieser Zwangsverbindungen bilden heute die größte ethnische Gruppe in Kapstadt. Diese wenig ruhmreichen Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute ist Kapstadt ein Himmel für Liebhaber von Curries und Co, die in unzähligen Restaurants serviert werden.

Einfache Zubereitung

Für das Gericht sollte ein zerlegtes Huhn mit Knochen verarbeitet werden, denn das  gibt einen intensiveren Geschmack. Da wir aber in der Halbzeit informell  und schnell  essen wollten, griff ich kurzerhand auf Hühnerbrust zurück, die ich in mundgerechte Stücke schnitt.

Das Kapstadt Curry lässt sich einfach zubereiten und wunderbar wieder aufwärmen. Es ist nicht soßenlastig und darum gut zu transportieren. Seine milde Schärfe ist etwas für jeden Gaumen. Mit Mango Chutney und Reis serviert die ideale Halbzeitmahlzeit, zu der ein kühles Bier am besten schmeckt.

Wer mehr über die südafrikanische Küche erfahren will, dem sie der Blog Cook Sister! von Jeanne Horak-Druiff empfohlen.

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Kapstadt Curry mit Huhn
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Anleitungen
  1. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Kardamon-Kapseln andrücken, sodass sie aufspringen und die Samen ihr Aroma entfalten können.
  2. Huhn zerlegen oder Hühnerbrust in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Öl in einer tiefen Pfanne oder einem Wok stark erhitzen und Zwiebeln, Kardamon-Kapseln und Zimtstange unter ständigem Rühren rösten, bis sich die Aromen entfalten (2-3 Minuten). Tomaten dazu geben, salzen und pfeffern und 5 Minuten bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen.
  4. Hühnerfleisch zugeben und 2 Minuten scharf anbraten. Hitze zurück drehen und die Hühnerteile bei geschlossenem Deckel circa 10 Minuten bei Brust garen, bei zerteiltem Huhn 15 Minuten.
  5. In der Zwischenzeit Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischote halbieren, Kerne entfernen und ebenfalls fein hacken.
  6. Zum Huhn geben und mit gemahlenem Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel und Garam Massala würzen.
  7. Gut umrühren und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Huhn gar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Vor dem Servieren Zimtstange und Kardamon-Kapseln entfernen.
  9. Auf einem Reis-Bett anrichten und mit frischem Koriander garnieren.

 

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1 Kommentar
  1. Zuviel Kontrolle
    Immer wieder werden in den Supermärkten die Taschen zu Unrecht kontrolliert, ohne jegliche Erlaubnis. Der Einzelhandel soll das nicht, um in die Privatsphäre des Kunden nicht einzugreifen. Die Tatsachen werden von ihnen verdreht, weil der Kunde meist diesen Konzernen sowieso schon ausgeliefert ist, das ist Teil eines unfairen Handels, der Armut ausbeutet auch hier in Europa Vermögenden hilft. Die Läden sind ja bereits schon mit Kameras überwacht, deshalb ist eine zusätzliche Kontrolle der Tasche überflüssig. Schade, dass sie nicht mehr Vertrauen haben zur Kundschaft, und einige Leute von ihnen zu Unrecht angegriffen werden.

    Weitere Tricks:
    Im Laden wird ein günstigerer Preis von ihnen selbst ausgeschildert z.B. als angebliches Sonderangebot. An der Kasse aber wird oft der Original Preis versucht abzurechnen. Hinter einem eine lange Schlange, so dass es natürlich schwer fällt das überhaupt anzusprechen, oder man hat keine Zeit und ist in Eile. Besser ist auch immer man hat den Betrag passend, weil sonst stimmt es vielleicht nicht. Ware muss man auch noch nach prüfen, weil sonst fehlt was. Für Kranke und Behinderte ist diese Situation problematisch.

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