Die Oberhausener Feigen-Tage

Die Oberhausener Feigen-Tage

Der letzte Ort, an dem ich Feigen vermutet hätte, ist Oberhausen. Aber dort steht ein prächtiges Exemplar im Garten meiner Freundin, der Künstlerin Barbara Verhoeven.

Feigen in Oberhausen – Der Süden ist überall

Oberhausen, das assoziiere ich mit Zechen, Kohle, Industrie und als studierte Filmhistorikerin natürlich mit den Oberhauserner Kurzfilmtagen. Mediterranes Flair in der Form von Feigenbäumen stand bislang nicht auf meiner Liste. Barbara hatte mich schon vor ein paar Wochen angerufen und von ihrem schwer an seinen Früchten tragenden Baum im Garten erzählt. Ich solle doch kommen und mir Feigen abholen. Am letzten Wochenende klappte es endlich mit einem Besuch.

steinbauer-groetsch©2015

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Und tatsächlich, in einer geschützten Ecke des Gartens stand der besagte Feigenbaum, schon ohne Blätter, aber noch voll beladen. Wir pflückten gemeinsam die feinen Früchte, tauschten dabei Neuigkeiten aus und genossen die Novembersonne, die ihre Strahlen großzügig über uns verteilte, als wolle sie sagen: der Süden ist überall, auch in Oberhausen, man muss ihn nur zulassen.

steinbauer-groetsch©2015

steinbauer-groetsch©2015

Um das Zulassen geht es auch in Barbaras Kunst. Sie nutzt in vielen ihrer Arbeiten nicht klassische Leinwand, sondern Malgründe wie bedruckte Stoffe, deren Eigenleben sie „zulässt“, aber künstlerisch erweitert, ergänzt und so zu einer neuen Deutung kommt.

Übrigens sind die künstlerischen Arbeiten von Barbara Verhoeven in Kürze auch bei folgenden Ausstellungen im BBK Kunstforum e.V., Birkenstrasse 47, 40233 Düsseldorf zu sehen:  „Winterkunst“ vom 03.12.2015 bis 03.01.2016 und „Die Neuen – Februart“ vom 11.02.2016 bis 28.02.2016

©AmeliLorenz

©AmeliLorenz

 

©barbaraverhoeven

Ohne Titel (only nice hands) ©barbaraverhoeven

 

Gratinierte Feigen – alle meine!

Barbara verriet mir auch, wie sie ihre meist Feigen zubereitet: im Backofen mit Ziegenkäse gratiniert. Ich habe aus ihren den ungefähren Angaben dieses Rezept gemacht, und zwar noch am gleichen Abend nach meiner Rückkehr. Und ich habe alle acht alleine aufgegessen, was einerseits daran lag, dass mein Liebster gerade auf Reisen ist, andererseits aber an den Feigen selbst – waren die gut. Mit einem Glas Rotwein war das der perfekte Beginn einer langen Reihe von hoffentlich noch kommenden Oberhausener Feigentagen! Danke Barbara für deine Großzügigkeit.

feigen gratiniert überbacken

steinbauer-groetsch©2015

Das Rezept in der angegebenen Menge reicht für 4 Personen als Vorspeise oder für 2 Personen als kleine Mahlzeit.

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Gratinierte Feigen
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Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
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Anleitungen
  1. Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Feigen waschen, den Stiel abschneiden und die Früchte halbieren.
  3. Butter in einem Topf auf mittlerer Hitze schmelzen lassen.
  4. Die Mischung auf den Boden einer feuerfesten Backform gießen.
  5. Nun die halbierten Feigen einzeln mit der Schnittfläche nach unten in die Butter tauchen. Die eingetauchten Feigenhälften umdrehen und mit der Schnittfläche nach oben in die Form setzen.
  6. Wenn alle Feigen in der Form aufgereiht sind, die Chiliflocken darüber streuen und die Form in den Ofen schieben.
  7. Circa 15 Minuten backen.
  8. In der Zwischenzeit den Frischkäse in Scheiben/Stücke schneiden, die so groß sind wie die Feigenhälften. Benutzt man eine Frischkäserolle, dann die Scheiben halbieren.
  9. Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett auf mittlerer Hitze ein paar Minuten anrösten. dabei ständig umrühren, damit die Nüsse nicht anbrennen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  10. Nach dem Ende der Garzeit die Feigen aus dem Ofen nehmen (Vorsicht, heiß!).
  11. Den Backofen auf Grill-Oberhitze-Funktion stellen oder auf 220°C, falls der Ofen keine Grillfunktion besitzt.
  12. Die Feigen mit dem Ziegenfrischkäse belegen und im Ofen gratinieren. Mit der Grillfunktion dauert das 2-3 Minuten, mit der normalen Ober/Unterhitze entsprechend länger.
  13. Die Feigen aus dem Ofen nehmen (Vorsicht, jetzt noch heißer!) und auf Tellern anrichten. Mit dem Honig beträufeln, den Walnüssen bestreuen und dann frischen Pfeffer aus der Mühle darüber geben. Warm genießen.

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